Stress / Burnout

Stress

Unter Stress wird die Beanspruchung eines Menschen, die eine Belastung, also eine äußerer oder innerer Reiz hervorruft. Hierbei werden diese Belastungsfolgen sowohl körperlich als auch psychisch erkennbar sein. Es gibt unterschiedlichste Stressauslöser. Dazu gehören beispielsweise

  • Lärm, Hitze oder Kälte
  • Vitalstoffarme Ernährung, der Konsum schädlicher Substanzen
  • Psychosoziale Stressoren

Diese letztgenannte Gruppe von Stressauslösern umfasst ein weites Feld an Ursachen. Diese können in sein:

  • Konflikte im privaten Bereich, wie z.B. Probleme in der Partnerschaft, Geldmangel, Armut, oder Schulden
  • Innerpersonelle Probleme, wie Perfektionismus, Ängste, seelische Probleme
  • Schwere Krankheiten oder (chronische) Schmerzen, oder auch Schlafstörungen
  • Soziale Probleme, Mobbing, soziale Isolation
  • Über-, oder Unterforderung am Arbeitsplatz, große Verantwortung, fehlende eigene Gestaltungsmöglichkeiten

und viele mehr.

Ähnlich wie bei der Angst gibt es verschiedene Stadien des Stresses.

Da der Mensch im Laufe der Evolution verschiedenste Bewältigungsstrategien, sogenannte Coping-Strategien, entwickelt hat, schafft er es im Allgemeinen mit normalen Stress-Situationen ohne Hilfe von außen zurechtzukommen.

Erst wenn Stress gleichzeitig in verschiedenen Lebensbereichen auftritt, können eigene Bewältigungsmethoden unter Umständen nicht mehr ausreichen. Dann ist es sinnvoll, sich Hilfe von dritter Seite zu holen.

Zusammen können dann neue Lösungsansätze und Coping-Strategien entwickelt und eingeübt werden.

 

Burnout

Burnout hat einen phasenhaften Verlauf, der in etwa so aussehen kann:

  • Hohe Erwartung an sich selbst, verbunden mit dem Wunsch sich und anderen die eigene Klasse zu beweisen
  • Hohes Leistungsstreben
  • Überarbeitung, einhergehend mit der Vernachlässigung eigener Interessen und Bedürfnisse
  • Übergehen eigener innerer Probleme und Konflikte
  • Infrage stellen des eigenen Wertesystems und ehemals wichtiger Lebensaspekte, Hobbys, Freundschaften, Familie
  • Verleugnung der entstehenden Probleme
  • Rückzug aus sozialen Beziehungen
  • Verhaltensänderungen, zunehmende Gefühle fehlender Selbstwirksamkeit und Selbstwertes, zunehmende Ängste
  • Depersonalisierung durch Verlust des Kontaktes zu sich selbst und zu anderen
  • Innere Leere, einhergehend mit den intensiven Versuchen, diese zu kompensieren, z.B. durch Sexualität, Essgewohnheiten, Alkohol-/ Drogenmissbrauch
  • Zunehmend depressives Verhalten mit Empfindungen der Gleichgültigkeit, fehlenden Selbstwirksamkeit und Selbstachtung, wie auch Perspektivlosigkeit
  • Suizidale Gedanken; physischer, wie psychischer Abbau

Ein den Burnout begünstigender Faktor ist ein langanhaltender hoher Grad an Stress, der im Extremfall auch noch in verschiedenen Lebensbereichen gleichzeitig auftritt.  Geht eine solche Situation einher mit einem Ungleichgewicht zwischen Leistung und Anerkennung, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Burnouts weiter.

Neben dem häufig vorkommenden Symptom „Angst“ kommen bei Burnout zwei weitere wichtige Beschwerdebilder hinzu. Zum einen ist dies ein Zustand tiefgreifender Erschöpfung, zum anderen länger andauernde depressive Phasen.

Im Rahmen der  Prävention arbeiten wir Resilienz-, und damit Ressourcen-stärkend. Dabei stellen wir den achtsamen Umgang mit der eigenen Person und ebenso mit dem persönlichen Umfeld in den Vordergrund.

Im Rahmen einer zeitlich und thematisch auf die Bedürfnisse des Einzelnen angepassten Begleitung unterstützen wir bei der Stabilisierung und Verbesserung der Gesamtsituation.