Systemische Beratung

Die systemische Beratung verfolgt den Ansatz, einen Mandanten immer sowohl als biologisches als auch als soziales Wesen zu betrachten. Hier sind zwischenmenschliche Beziehung, wie auch äußere Gegebenheiten und verschiedene weitere, die Situation beeinflussende Faktoren zu betrachten. In der systemischen Lehre wird davon ausgegangen, dass zwischen diesen Größen eine Wechselwirkung existiert, die genutzt werden kann, um gewünschte Verhaltensweisen oder Ziele zu erreichen.
Daher wird die systemische Beratung zu den lösungsorientierten Ansätzen gezählt.

Eine Art der systemischen Beratung ist die Familienaufstellung:
Jede Form zwischenmenschlicher Beziehungen stellt eine Art System dar. Ein uns allen sehr bekanntes, gleichzeitig sehr komplexes System ist die Familie. Dieses System kann sehr leicht in Schieflage geraten, wenn auch nur eins der Mitglieder sich anders verhält, als es gut für das Gesamtsystem ist. Typische Schwierigkeiten in dem System Familie sind:

–         Der Ausschluss oder das Totschweigen einer Person

–         Eine Person erhält nicht den ihr zustehenden Platz im System

–         Mangelnde Liebe und Achtung

–         Und viele andere mehr

Diese Usystematischngleichgewichte können dazu führen, dass sich daraus unbewusste Verhaltensmuster u.ä. entwickeln, die den Einzelnen in seiner Entwicklung hemmen oder sich sogar noch schädlicher auf Gesundheit und Lebensqualität des Einzelnen auswirken.

Mit den Methoden des Familienstellens können solche Themen aufgearbeitet und gelöst werden, was häufig dazu führt, dass sich Gesundheit und Lebensqualität für alle Mitglieder des jeweiligen Systems dauerhaft bessert.

Aufstellungen von Teams, Betrieben und sonstigen Systemen: Nicht nur die Familie stellt in diesem Sinne ein System dar. Vielmehr bewegen wir uns in einer Vielzahl von Systemen, die ihre jeweiligen, ganz spezifischen Ungleichgewichte und Konflikte ausweisen.

Da es sich bei der systemischen Arbeit um eine Methode handelt, die, mit entsprechenden Modifikationen in den Fragestellungen, universell einsetzbar ist, sind auch die Konflikte z.B. am Arbeitsplatz oder in jeder beliebigen anderen Gruppe über diese Medium grundsätzlich lösbar.

Die systemische Therapie, deren ein Teil die systemische Aufstellungsarbeit ist, wurde mit Gutachten aus 2008 vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als Therapieverfahren grundsätzlich anerkannt